Es ist noch gar nicht sooo lange her, dass ich selbst einige meiner Mitmenschen als Klugsch… nagger, Besserwisser und so weiter betitelte. Vor allem Zeitgenossen, die zu jedem und allem ihre Meinung kundgeben und immer noch einen oben auf setzen konnten, die immer alles wissen, alles erklären konnten, ohne Verständnis für das jeweilige Gegenüber und dazu noch ein riesen Geltungsbedürfnis mitbrachten, nervten mich ungemein.

Kennst du auch solche Zeit- und Energieräuber? Hast du vielleicht sogar in deinem Verwandten- oder Bekanntenkreis diese Spezies? Vor allem geht es mir aber darum, wie du mit diesen, deinem Mitmenschen umgehst?

Meine Sichtweise auf und meinen Umgang mit diesen ganz besonderen Mitmenschen änderte sich, als ich mir die Frage nach dem Warum stellte, genauer: Warum begegnen mir diese Zeitgenossen? Wie von selbst folgten dann diese Fragen: Wobei können mir diese Leute helfen, was kann ich von ihnen lernen?

Das, was ich dir mit diesem Artikel mit auf deinen Weg geben möchte sind meine folgenden Überlegungen dazu: vielleicht zeigen sie dir, wie du nicht sein möchtest oder mit wem du dich nicht (mehr) umgeben willst. Eine weitere, sehr wichtige Einsicht kann sein, dass du weißt, was du auf gar keinen Fall willst. Das ist die Vorstufe zu deiner Erkenntnis, was du wirklich-tatsächlich willst!

Diesen Mitmenschen schenke ich sehr wenig bis keine Aufmerksamkeit mehr. Einfach ganz ignorieren geht, auch bei mir, nicht immer so einfach. Dennoch setze meinen Fokus auf etwas Anderes, auf etwas Schönes, etwas, das mich in diesem Moment weiter vorwärts bringt und meine Lösungsorientiertheit fördert. Ich gebe keine Energie mehr in die jeweilige Situation oder Begebenheit.

Meine Einsichten gehen noch ein bisschen weiter: Ich denke, dass es gar kein Besser oder Schlechter gibt. Alles ist wie es ist und hat seine Berechtigung. Tatsächlich geht es darum wach zu sein, sich seiner Entscheidungen bewusst(er) zu werden und die Verantwortung für sich selbst zu übernehmen.

Um dich geht es auch bei meiner zuletzt gestellten Frage: Wie gehst du mit Nörglern, Klugsch… und Besserwissern um?

Sagst du ihnen offen, was du von ihnen hältst und was ihr Verhalten mit dir macht? …und, wenn ja, bist du dabei du selbst? …oder hältst du dich und deine Wahrheit lieber zurück?

Natürlich sind Ehrlichkeit und Offenheit wichtig, zumindest wurde es uns als Kind so suggeriert. Dennoch durfte ich schnell lernen, das Wahrheit immer relativ ist. Eine Aufforderung zum Lachen, obwohl mir gar nicht danach war, jemanden umarmen, denn ich nicht wirklich mochte oder etwas machen, worauf ich, in diesem Moment, keine Lust hatte, nur weil alle Anderen das toll fanden. Dazu gehört auch „ja“ sagen, wenn man „Nein“ meint.

Mahatma Gandhi drückt es so aus: Ein nein aus tiefster Überzeugung geäußert ist besser und größer als ein Ja, welches lediglich  zum Gefallen oder schlimmer, um des Friedens willen geäußert wird.

Uneingeschränkte und pure Ehrlichkeit ist auch nicht in jeder Situation angebracht. Aber ein Zurückhalten von Kommunikation, von Gedanken, nicht gezeigte Gefühle, auch im positiven Sinne: von Wünschen, Lob und Anerkennung, führen auf einen Weg, der dich nicht stärkt.

Langfristig verlierst du Tiefe, Kraft und das Vertrauen in deinen Beziehungen und deine Selbstachtung und damit auch dein Selbstwert schwindet.

Langfristig gesehen, ist das nicht mein Weg!

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