„Jeder Tag an dem du nicht lächelst, ist ein verlorener Tag. „ Charlie Chaplin; engl. Schauspieler -1889 – 1977-

Gestern Abend, nach einem, bis dahin, guten Tag, hatte ich ein ganz besonderes Telefonat mit einem Kunden. Ich begrüßte ihn freundlich. Diesem entgegnete er bereits etwas widerwillig und gleich danach kam mir, ohne Punkt und Komma, ein Feuerwerk von negativen Ausführungen und Beschwerden entgegengeflogen. Diese fingen in der Vergangenheit an und endeten mit pessimistisch angehauchten Voraussagen der Zukunft. Nein.., ich hatte gehofft, dass dieses das Ende wäre, aber tatsächlich kam es so nicht. Kurzum: der Herr Kunde war am Schimpfen und Nörgeln was das Zeug hielt. Dabei ließ er mich nicht zu Wort kommen noch bevor ich ihn überhaupt fragen konnte, wie ich ihm behilflich sein kann.

Ich ließ „Mr. Meckerpott“ gewähren und versuchte ihn zu verstehen, seinen Unmut nachzuvollziehen. In dem Moment, als ich merkte, das mein Gedankenkarusell mit mir Achterbahn fahren wollte, sich persönliche Betroffenheit einstellen und somit mein Ärger anfangen sollte, traf ich ganz bewusst die Entscheidung, dieses auf keinen Fall zuzulassen. Meine Welt ist… Christines Welt und hatte nichts, gar nichts mit dem Unmut des Herr am Telefon zu tun. Ich wollte meinen Tag und wie ich mich fühle weiterhin selbst bestimmen. Verantwortung trage ich nur für mich und in diesem Moment trug ich sie zusätzlich für den Verlauf des Telefonates und das Gefühl, das dieses bei mir hinterlassen würde, nicht mehr und nicht weniger.

Nach ein paar Minuten verebbte die Stimme am anderen Ende der Leitung ein wenig, so dass ich meine Frage: „Sehr geehrter Herr….., wie kann ich ihnen behilflich sein, was darf ich für sie tun?“ loswerden konnte. Mein Gegenüber überlegte, nur kurz, und dann fing er aufs Neue mit dem Kritisieren an.

Als ich, wiederum nach einiger Wartezeit, zu Sprechen an der Reihe war, blieb ich konsequent – fokussiert und ganz ruhig bei der Beantwortung seiner Kritikpunkte, er hatte mir ja zu keinem Zeitpunkt Fragen im eigentlichen Sinne gestellt. Mein Feedback beinhaltete sachlichen und fachliche Hinweise und Anregungen, die für seine Ausführungen Verständnis zeigten und / oder Anregungen zur Änderung des Blickwinkels gaben. Je gradliniger ich wurde, umso mehr wurde mir ein inneres Lächeln bewusst und ich bemerkte wie es sich nach außen kehrte und es mir einfach in mein Gesicht gezaubert wurde. Das Lächeln wurde zu einem Lachen, dass ich einfach nicht mehr aufhalten konnte. Ich glaube den Kunden verwirrte ich damit vollends. Er sagte gar nichts mehr und ich hörte mich sagen: „Herr….., junger Mann, ich kann ihre Aussagen nachvollziehen, aber verstehen sie nicht mehr, weil: Punkt Nr. 1 – Sie sprechen gerade mit mir, einer freundlichen, kompetenten, jungen Dame, die Ihnen gerne behilflich sein möchte und ihnen wohlwollend gegenübersteht, ehm´ sitzt. Punkt 2 – sie besuchen ein Event, bei dem anderen Gäste und ich, bei unserem Besuch vor einiger Zeit, halbwegs auf den Theatersesseln gestanden haben, es never ending Applaus und stehende Ovationen gegeben hat. Ich finde, es schade für sie, dass sie sich selbst die Vorfreude und das Schöne dieser hochklassigen, kulturellen Veranstaltung nehmen.“ Ich weiß nicht mehr ob ich ihm noch ein oder zwei mehr Erläuterungen und Infos gab. Auf jeden Fall gelangte ich immer weiter auf eine neutrale Ebene und am anderen Ende der Telefonleitung wurde es ganz, ganz still. Das Lächeln stand mir immer noch in mein Gesicht geschrieben und es war bei meinem Gegenüber angekommen. So konnten wir das Telefonat für uns beide zufriedenstellend beenden.

Du bist die Hauptperson in deinem Leben, kreierst deine Gedanken und entscheidest was sein soll. Wie willst du dich fühlen? Entscheide, was du willst und lächle dabei oder hast du den Dalai Lama schon einmal mit einem traurigen Gesicht gesehen? Ein Lächeln, das du aussendest, kommt zu dir zurück… Warum soll ich traurig sein, wenn ich glücklich sein kann?

Habt einen guten, freudvoll gestimmten Tag! Christine

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