VERTRAUEN

-Ur-vertrauen – an-vertrauen – Selbst-vertrauen – sich selbst vertrauen – vertrauen-s-voll – voller Vertrauen durch das Leben gehen -Vertrauen schenken – Geschenk – liebe-voll – voller Liebe und Dankbarkeit – voll – Fülle – Fülle durch Vertrauen – Positives erwarten dürfen – Glaube –Hoffnung – Vertrauen durch Liebe – Sein

Dieses kleine Wortspiel im Vorab zeigt deutlich, welche existentiell, bedeutung-s-volle Rolle Vertrauen im Leben einnimmt. Es ist einfach da und wirkt in dir, um dich herum, überall. Ein Ur-Vertrauen, das jedem innewohnt, das Vertrauen ins Leben.

Dazu hier eine kurze Geschichte, die mein Leben geschrieben hat: Es ist Winter und sehr früh am Morgen. Ein vierjähriges Mädchen steht mit ihren Eltern am Bahnsteig und wartet, trotz klirrender Kälte, geduldig auf einen Zug. Auf den Zug, der das kleinen Mädchen zur Kur bringen wird. Sie hat eine zu große, weiße Mütze über die Stirn, tief ins Gesicht gezogen. Ihre Mutti steht neben ihr und weint. Es ist nicht das erste Mal, dass sie ihr Kind für 6 lange Wochen zur Kur schicken wird . Das kleine Mädchen hebt den Kopf, sieht ihre Mutti in die Augen und meint: „Mutti, du brauchst doch nicht weinen, ich komme doch wieder.“ Es gibt Mitmenschen, die diese Art von Vertrauen als kindliche Naivität abtun. Ich nicht. Du wirst es verstehen, wenn du den Text bis ganz nach unten gelesen hast.

Laut Wikipedia ist Vertrauen „…die subjektive Überzeugung (auch als Gefühl von oder Glaube an die) Richtigkeit, Wahrheit bzw. Redlichkeit von Personen von Handlungen, Einsichten und Aussagen anderer bzw. von sich selbst (Selbstvertrauen). Zum Vertrauen gehört auch die Möglichkeit von Handlungen oder der Fähigkeit zu Handlungen…“

Beim Thema Vertrauen geht es also auch um Subjektivität und Handlungs-Alternativen. Das heißt zum einen, dass das was ich über eine Person, eine Situation und das Leben an sich denke, nicht die einzig richtige Denke darüber ist. Oftmals schaffen Deine Gedanken einen Zwiespalt zu dem Vertrauen, das ich meine. Dieser kritische Intellekt führt zur Ver-zweifel-ung.

Was mein Vertrauen nicht meint ist Hoffnung, Glauben, Therapien, Methoden und Konzepte. Alle diese Dinge kannst du erklären, dementsprechend denkst du sie. Alles was du denken kannst ist widerlegbar und kann wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen. Was ich hier auch nicht meine ist das Vertrauen gleich nach der Geburt und Selbst-Vertrauen. Darüber schreibe ich in dem Artikel „vertrauen-s-voller Lebensweg“.

Was unterscheidet Vertrauen von Hoffnung und Glaube?

Hoffnung beinhaltet ein Ziel, ein Gegenstand und / oder ist an eine Bedingung geknüpft. Es gibt ein „es“. Jeder kennt Sätze wie „Ich hoffe, dass dieses oder jenes in Erfüllung geht.“ Oder: „Wenn dieses oder jenes passiert, dann darf man wieder hoffen.“ Gleiches gilt für den Glauben. „Ich glaube an sie oder ihn, an den Verein“, „Daran glaub ich erst, wenn dieses oder jenes eintritt.“

Diese Verknüpfungen schaffen Angst. Angst in Form von Zweifel und Sorge ist der Grund für Fragen, für das Hinterfragen und das führt von einem vertrauensvollen Lebensweg weg. Lasse Sorgen und Zweifel anklopfen und sei dir bewusst, dass sie destruktiv sind und deiner Kreativität entgegenstehen. Aber öffne dich für die Möglichkeit, dass es gut ist und wird!

Das Vertrauen, das ich meine bedeutet Neugier. Das Wissen, es gibt auf jeden Fall noch Anderes, Besseres? Das Vertrauen, das ich meine gibt Dir ein Gefühl des gehalten werden. Du darfst loslassen. Manchmal wirst Du durch eine große Macht einfach dazu gezwungen, z.B. bei einer schweren Krankheit oder einem Unfall. Dein Geist und Deine Seele will nicht mehr. Jemand hat dir seine Hand gereicht und du darfst dich fallen lassen in der Gewissheit du bist zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Eine Voraussetzung von Vertrauen ist Liebe und Wille ergänzt diesen Weg der Fülle. Ich muss mich für diesen Weg entscheiden. Diese Entscheidung hängt von meinen Werten ab und welche Priorität diese in meinem Leben haben.

Vertrauen ist ein Geschenk, das ich geben kann. Schenkt uns jemand sein Vertrauen, so ist es ebenfalls ein Geschenk, dann aber an uns. Meiner Meinung nach, eines der größten Geschenke dass man von seinem Gegenüber erhalten kann. Dieser Weg des Vertrauens bedeutet in Demut und Dankbarkeit wachsen zu dürfen.

Kann man vertrauen (zurück-) gewinnen / trainieren?

Ich bin der Meinung, dass durch das Vorhandensein einer Handlungsalternative Vertrauen trainiert werden kann. Das schafft Sicherheit, wenn auch eine trügerische. Meiner Meinung nach gibt es keine Sicherheiten, außer die zu sich selbst – Selbst-Vertrauen. Aber es ist ein Weg durch das Einbringen von Sicherheiten, schrittweise Vertrauen (zurück-) zu-gewinnen. Ganz wichtig ist auch darüber zu sprechen, was man braucht. Du darfst und kannst Dir auf deinem vertrauen-s-vollen Lebensweg Hilfe holen. Auf jeden Fall spielt das Handeln, also TUN auch bei diesem Thema wieder entscheidend mit. Durch Vertrauen wird Erfahrung in dein Leben gezogen, Schönes zeigt sich. Durch Vertrauen erhalten wir alles bedeutungs- und wertvolle, Fülle in allen ihren Facetten Vertrauen ist erfahrbar – eine Erfahrung.

Du darfst dich dem Leben an-vertrauen, denn es ist dein Partner und Freund. Vertraue einfach. Wachse! Lebe! Liebe!

Einen vertrauensvollen Tag wünsche ich Euch! Christine

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