Ich bin davon überzeugt, dass das Leben dir jeden Tag Erinnerungen, Aufgaben zukommen lässt und dir auf verschiedene Art und Weise hilft. Diese Geschenke wollen angenommen und von dir ausgepackt werden. Versteckt sind diese Hinweise auf bewusst sein und Weiterentwicklung meistens in den Dingen, die eben gerade anstehen, oft ganz einfach und pragmatisch… egal ob To do-Liste, ausgeklügelte Strategie oder praktisch bewährtes Aufgaben- und Zeitmanagement, einfach tun! Ja natürlich, aber der springende Punkt ist die Frage nach dem Was, Wie und Warum, z.B. wenn etwas ganz und gar nicht so passiert, wie du es, natürlich ganz rational, geplant hattest? Bist du dann nur noch emotional, schlecht gelaunt oder völlig am Boden? Wie bewusst gehst Du mit deinen tagtäglichen Herausforderungen um? Reflektierst du dich und deinen Tag ab und zu, über den Tag verteilt, aber auf jeden Fall am Abend? Manchmal eröffnet sich dir die Lektion des Tages auch ganz unabwendbar, sie fällt dir einfach zu. So ist es mir passiert und ich möchte dich gerne an der Erkenntnis meines gestrigen Tages teilhaben lassen. Für mich war es wiederholt sehr lehr- und erkenntnisreicher Tag.

Es ging schon am Vormittag los. Das Wetter war sehr wechselhaft. Aprilmässig eben, von Sonnenschein über Wind und Regen bis Hagel, alles war dabei. Ich wollte mit dem Fahrrad unterwegs sein, mein Auto stand nicht zur Verfügung, also Termine verlegen, Telefonate führen, auch solche in denen eine Warteschleife der nächsten folgt. Auf der Fahrt meinte mein Fahrrad nicht mehr mitspielen zu wollen… und verweigerte mir die Weiterfahrt zum Landratsamt. Ich schob das Rad, denn der Besuch im Landratsamt stand schon länger an. Mehr als 3,5 Stunden in einem Gebäude mit Personen, die selbst Nicht-Entscheider sind und nur Recht haben wollen. Menschliche Argumente und Lösungsorientiertheit sind dort fehl am Platz gewesen. Ich habe es dennoch versucht. Am Ende des Nachmittags hatte ich zwar einige meiner Tagesziele erreicht, aber ich war jetzt schon dicht am k.o. und konnte kaum klar denken. Außerdem fehlte das für mich Wichtigste noch… einen Blogbeitrag schreiben. Das Schreiben hätte mir gutgetan und mich entspannt. Zu Hause angekommen, entschied ich mich dafür ins Kino zu gehen und den Tag mit futuristisch-romantischer Berieselung ausklingen zu lassen. Zwei, drei nette, aber oberflächliche Gespräch waren auch dabei. So konnte ich wenigstens gedanklich und emotional „runterzukommen“. Einen erfüllten Tag stelle ich mir anders vor und auf dem Heimweg, die Sonne schien mir ins Gesicht, fragte ich mich nur kurz: Warum? Was willst du Leben, mein Leben, mir mit dem Verlauf des heutigen Tages sagen? Die Antwort kam prompt… wie in Großbuchstaben, auf ein am Helikopter hängendes Banner in den Himmel geschrieben: Wo bist du?

Im ersten Moment war ich versucht mit einer Frage zu antworten: „Wie, wo war ich? Na´ ich war hier, in meinem Leben!“ Rückwirkend weiß ich, dass das nicht stimmt. Ich habe nur abgearbeitet und war nicht wirklich im Hier und Jetzt. Dadurch ist mir Lebendigkeit verloren gegangen. Wenn ich wirklich da und präsent bin, lebe ich herzlich und intensiv, ich bewirke und verändere etwas in meinem Leben und im Leben der anderen. Ich komme von dem Punkt, dass wir jeden Tag voneinander lernen und uns etwas lehren. Mein eigener Anspruch an mein T.U.N. (t.äglich u.nd n.ützlich) gibt mir das Wie vor.

Das Was ist, was wir tun „müssen“, es raubt uns Zeit und Kraft. Was wäre, wenn schon eine einfache Änderung an der Formulierung dieser alltäglichen To do´s und No goes diese angenehmer, weicher und leichter machen würden. Sage anstatt: „ich muss“ und „ich soll“ einfach: „ich darf“ und „ich kann“.

Bei mir wirkt es!

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